Den Reader können Sie dafür allerdings verwenden! Der kann nur zeigen - nichts verwandeln. Sie brauchen schon Adobe komplett. Mit X geht es schon sehr gut und mit XI wird es um vieles besser!
Da viele meiner Kunden mit umgewandelten PDFs weiterarbeiten, gebe ich im folgenden Text immer Hinweise, worauf Sie achten müssen! Bedenken Sie grundsätzlich, dass Sie kein Word-Dokument erhalten, als hätten Sie es in Word selber erfasst.
Das umgewandelte PDF sieht optisch in Word gut aus - aber automatische Funktionen von Word kann die Umwandlung nicht erzeugen.
Weder Fußnoten noch Seitennummerierung werden "richtige" Fußnoten oder Seitenzahlenfelder! Nacharbeit bleibt immer - sie wird umso umfangreicher, je intensiver Sie später mit dem Worddokument weiterarbeiten müssen!
So - jetzt geht es los mit dem Umwandeln:
Öffnen Sie das PDF in Adobe und wählen Sie “Datei / Speichern als / Microsoft Word”, suchen Sie Ihre Wordversion aus (entweder "Word-Dokument" für Word für 2007/2010 oder Word 97-2003).
Kontrollieren Sie mit Klick auf “Einstellungen”, ob alles nach Wunsch eingestellt ist.
Ob Fließtext oder Seitenlayout sinnvoll sind, hängt vom Dokument ab. Probieren Sie aus, was in Ihrem ein besseres Ergebnis liefert. Kommentare einschließen gefällt mir nicht so gut - es werden gelbe Textfelder in Word über den Text gelegt.
OCR ist die Texterkennung - sie ist wichtig. Es ist auch wichtig, dass die Sprache mit der Textsprache des Dokumentes übereinstimmt. Ein französischer Text mit deutscher Spracherkennung wird vermutlich schlecht umgesetzt.
Den Dialog mit OK bestätigen und im Dialog “Speichern unter” den Namen für das Worddokument sowie den Speicherpfad bestätigen. Öffnen Sie das Worddokument.
Mit Adobe Acrobat XI werden Überschriften richtig erkannt und in Word auch wieder mit der Formatvorlage “Überschrift” versehen. Die Nummerierung wird wieder eine automatische Nummerierung!
Das ist mit anderen PDF-Konvertern nicht so und war auch in früheren Versionen von Adobe Acrobat anders - Konvertieren von PDF zu Word ging immer damit einher, dass der gesamte Word-Text von oben bis unten “Standard” war! Nummerierungen waren manuelle Ziffern vor dem Text.
Heureka! Eine Sorge weniger …
Natürlich bleibt Nacharbeit. Nicht jede Überschrift wird korrekt erkannt und manches wird zur Überschrift, was keine sein soll. Aber das ist kein allzu großes Problem mehr.
Kopf- und Fußzeilen werden in den Bereich der Kopf-/Fußzeilen gesetzt und nicht einfach an den Seitenanfang. Texte werden in Positionsrahmen bzw. Textfeldern platziert, sitzen aber optisch an den richtigen Stellen. Seitenzahlen werden zu festen Ziffern konvertiert - ein Feld "page" entsteht nicht! Wenn Sie das umgewandelte PDF in Word weiterbearbeiten möchten, sollten Sie die Ziffern löschen und als Seitenzahlen-Feld neu erstellen!
Der übrige Text wird “Textkörper” oder “Standard”. Es ist sinnvoll, die jeweils nicht gewünschte Formatvorlage (in der Regel “Textkörper”) durch die gewünschte zu ersetzen. Am einfachsten machen Sie es so:
- Formatvorlagen im Worddokument am rechten Rand anzeigen lassen
- mit rechter Maustaste auf “Textkörper” klicken und “Alle Instanzen von ## markieren” wählen
- Wenn alle Fundstellen markiert sind, in der Liste der Formatvorlagen auf “Standard” klicken. Jetzt wird den markierten Stellen “Standard” zugewiesen.
Erstellen Sie darum das Inhaltsverzeichnis neu, wenn Sie mit dem Word-Dokument weiterarbeiten möchten.
Querverweise bleiben funktionsfähig, sind aber keine originalen Querverweise mehr! Die Umwandlung verwandelt den Querverweis in einen Hyperlink. An die Stelle, auf die der Querverweis zeigt, wird eine Textmarke gesetzt.
Fußnoten werden optisch korrekt angezeigt - sind aber keine originären Word-Fußnoten! Das ist immer zu bedenken, wenn Sie mit dem Word-Dokument weiterarbeiten möchten. Neu hinzugefügte Fußnoten beginnen wieder mit 1, weil die umgewandelten "Fußnoten" von Word nicht also erkannt werden.
Tabellen werden weitgehend korrekt übertragen - ich habe hin und wieder einzelne Zellen als separate Textfelder auf der Tabelle erhalten. Auch die gesamte Tabelle wird in einem Textfeld platziert.
Einen Wermutstropfen gibt es allerdings nach wie vor: Anstelle von Seitenwechseln fügt Adobe am Seitenende jeweils einen Abschnittswechsel ein. Jetzt kommt es wieder sehr auf die Struktur des Dokumentes an.
Wenn das ein normales Dokument ist, bei dem keine Abschnittswechsel zur Unterteilung von Spalten notwendig sind, können Sie nach den Abschnittswechseln suchen und sie ersetzen. Gibt es aber Seiten mit zwei oder drei oder einer Spalte im Wechsel, geht das nicht mehr automatisch. Dann sollten Sie höchst vorsichtig von Hand die Abschnittswechsel löschen … oder sie besser belassen wo sie sind.
Morgen geht es weiter mit dem Umwandeln von PDF zurück zu PowerPoint.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen