10. Januar 2014

Vorbereitungen auf fünf Seminare

Wie bereitet man sich auf eine Großveranstaltung wie den Trainertagen vor? Nun, ich mache das mit einer Menge Spaß, einer Riesenunordnung in der Wohnung und einen Großaufgebot an Stiften, Papier und  Flipchartblättern.

DSC04672DSC04685

Am Anfang steht bei mir ein Leitfaden - ich habe in der Regel 90 Minuten für ein Thema. Je nach Seminar unterteile ich meine Themen in drei oder fünf Schritte, die ich gewichte: Blöcke zu fünf Minuten, zehn oder fünfzehn Minuten. Ja, ich schaffe es ganz gut, mich an meine Zeitvorgaben zu halten.

Dann schreibe ich entweder ein Drehbuch oder einen einfachen Leitfaden. Je öfter ich einen Kurs schon gehalten habe, desto eher wird es ein Leitfaden; wenn ich meine Gedanken sortieren muss, wird es eher ein Drehbuch.

Das ist ein Drehbuch aus dem letzten Jahr: Kernaussage, Erklärung, Details und Methode. Das wird dann mein Leitfaden im Seminar.

drehbuch

Steht das alles, überlege ich mir, in welchem Seminar ich vom Bildschirm wegkommen kann und will. Dafür gibt es dann Flipchartanschriebe, beschriftete Puzzleteile, Plakate für die Wand und anderes Gebastel. Multimedia verstehe ich wortwörtlich: mehrere Medien. Warum mit “Multimedia” immer nur “Digital”, meistens sogar ausschließlich “Film” gemeint ist, bleibt ein Rätsel für mich.

Die Flipchartentwürfe fotografiere ich, damit ich sie in A4-Größe ausdrucken kann.

DSC04668DSC04671

Ich nehme  nie fertige Flipcharts mit, ich habe den Ausdruck dabei und male die Flipcharts vor Ort Schritt für Schritt mit den entsprechenden Erklärungen neu.

Da ich keinen Flipchartständer zuhause habe, hängen die Blätter an der Tür - mit einem sinnreichen Bügel von der Firma Neuland. Gibt es hier: Block-Butler.

Einige Plakate sind dazu gedacht, an die Wand gehängt zu werden, sie sind länger als normale Flipchartblätter. Die liegen dann auf dem Wohnzimmerboden.

DSC04658DSC04681DSC04680

Hier heißt es dann: auf die Knie … Hier wird gemalt, gebastelt, geschrieben. Und bei diesen ganzen Bastelei wird auch gleich ausprobiert, welche Stifte noch geeignet sind und welche nicht. Ein Tipp von einem fleißigen Flipchart-Schreiber: nehmen Sie immer Stifte mit einer breiten Keilspitze. Rundspitzen sind herzlich ungeeignet. Je breiter die Keilspitze, desto lesbarer ist Ihre Schrift! Prüfen Sie vorher, ob Ihre Stifte noch satte Farben haben; blass gewordene Stifte lassen Sie daheim.

Ein paar Sachen rolle ich dann zusammen und packe sie in meine Tragerolle - alles andere entsteht vor Ort neu. Stifte, Doppel-Klebestreifen, Einfach-Klebeband, Batterien für den Laserpointer, kurz: der ganze Kleinkram kommt in eine Box. Unterlagen ausdrucken. Es kann losgehen!

Nicht ganz, ich habe noch zwei Tage Seminare in Frankfurt Zwinkerndes Smiley

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen